DEUTSCH

Die deutsch-russische Mezzosopranistin Sofia Vinnik (*1996) trat in der vergangenen Spielzeit dem Jungen Ensemble (JET) des Theaters an der Wien bei. Seither war sie als Asteria in Vivaldis Bajazet, in den Liedern und Tänzen des Todes, sowie als Myrtale und Albine in Massenets Thaïs in der Inszenierung von Peter Konwitchny zu erleben.

 

Sofia Vinnik wird seit 2016 durch Cecilia Bartoli bei den Meisterkursen im Rahmen der Salzburger Festspielen Pfingsten und der Gstaad Vocal Academy gefördert. Ihre für 2020/21 geplante Europatournée mit Cecilia Bartoli und den Musiciens du Prince unter der Leitung von Gianluca Capuano wurde coronabedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

 

In der Spielzeit 2021/22 übernimmt Sofia Vinnik die Rolle des Orphée in Glucks Orphée et Euridice, die Rolle der Rosina in Il barbiere di Siviglia von Rossini in der Kammeroper, sowie die der Afra in Catalanis La Wally im Theater an der Wien.

Im Oktober 2021 nimmt Sofia Vinnik gemeinsam mit Thomas Hampson und dem Orchester Wiener Akademie unter der musikalischen Leitung von Martin Haselböck bislang unbekannte Werke von Franz Liszt, darunter die Erstaufführung von Jeanne d’arc au bûcher, auf.

 

Sofia Vinnik war Finalistin des Cesti-Wettbewerbs 2018 in Innsbruck. Im selben Jahr gewann sie den Juniorförderpreis der LOTTO-Stiftung beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin und war Finalistin des Louis-Spohr-Gesangswettbewerbs in Kassel.

Im Rahmen ihrer Konzerttätigkeit arbeitete sie bereits mit dem Münchner Bachorchester unter der Leitung von Hansjörg Albrecht zusammen und war im Großen Saal des Mozarteums Salzburg, sowie in der Philharmonie Gasteig in München zu hören.

 

Die Sängerin hegt neben der Oper auch ein besonderes Interesse für das Lied. Im Jahr 2020 vertiefte sie ihre Arbeit als Liedsängerin mithilfe eines Stipendiums der Liedakademie des Musikfestivals Heidelberger Frühling unter der künstlerischen Leitung von Thomas Hampson. Im Rahmen der Konzerte und Meisterkurse beim Heidelberger Frühling trat sie im Pierre Boulez Saal in Berlin auf.

Im Jahr 2019 gab sie einen Clara Schumann gewidmeten Liederabend im Schumannhaus Bonn mit selten aufgeführten Werken von Komponistinnen. Weiterhin war sie 2017 mit Liedern aus Gustav Mahlers Des Knaben Wunderhorn bei der Konzertreihe der Gesellschaft für Musiktheater Wien zu hören.

 

Sofia Vinnik begann ihre Gesangsausbildung als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München bei Marilyn Schmiege und wechselte für ihr Bachelorstudium an die Universität Mozarteum Salzburg zu Christoph Strehl. Derzeit setzt sie ihr Masterstudium bei Edith Lienbacher und Florian Boesch an der Universität für Musik und darstellende Kunst fort.

Sie ist Stipendiatin von Yehudi Menuhins Live Music Now Stiftung in Salzburg.

Im Januar 2022 aktualisiert